Burger selber machen - Tipps - Burger mit Pommes Frites - die frau am grill

Burger komplett selber machen: Tipps für einen gelungenen BBQ-Abend

Burger selber machen - Tipps - Burger mit Pommes Frites - die frau am grill

Einen leckeren Burger – den definiert wohl jeder Mensch ein wenig anders. Denn die Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. Auch bei meiner Wenigkeit verhält es sich so. In diesem Artikel zum Thema Burger selber machen soll es um generelle Burger Tipps gehen. Und zwar anhand klassischer Burger aus Rindfleisch. Welches Fleisch verwendet wird, das Grillen und was es beim "Burgerbauen" zu beachten gilt. Und sogar noch ein paar Tipps, wie man ihn am besten isst.

Hier das Video – wenn Du weiterhin informiert bleiben willst, dann abonniere unsere Facebook Seite, den Newsletter, den Pinterest-Account oder meinen YouTube-Kanal

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Welches Fleisch braucht es?

Rindfleisch, das steht fest. Aber welches Stück? Denn: Es darf auch ein wenig Fett dabei sein. Der Anteil sollte ungefähr bei 20 Prozent liegen. Denn sonst wird das Patty einerseits zu trocken, zum anderen ist Fett eben auch ein Geschmacksträger. In Frage kommt deshalb zum einen ein Rindernacken, aber auch Rinderbrust und sogar, ein ganz besonderer Burger Tipp, Entrecote. Wobei letzteres von vielen sicherlich als zu teuer für einen Burger angesehen wird.

Fleisch faschieren - Die frau am grill
…das Fleisch für den Burger kann man entweder selber wolfen oder als fertiges Hackfleisch einkaufen. (Fotos: Matthias Würfl)

Generell kann man dieses selber wolfen. Also durch den Fleischwolf drehen. Oder man sucht sich beim Metzger seines Vertrauens ein schönes Stück aus und bittet den Metzger dieses zu wolfen. Natürlich ist es auch erlaubt Fleisch vom Supermarkt zu verwenden. Um in den Genuss von leckeren Burger zu kommen muss natürlich nicht jeder Burger Tipp streng befolgt werden. Das muss jeder selber entscheiden.

Das Kneten vom Hackfleisch schafft Bindung

Auf Bindemittel wie Eier oder Semmelbrösel kann verzichtet werden. Denn Hackfleisch bringt die Bindung in Form von Eiweiß schon mit. Dieses wird durch langes Kneten freigesetzt. Und zwar in Form von langen Eiweißmolekülen, die sich ineinander verhaken. Und dieser Vorgang hält das Burger Patty zusammen. Außerdem wollen wir ja keine Buletten oder Frikadellen zubereiten, oder?

burger selber machen rezept - die frau am grill

Welche Gewürze empfehlen sich?

Auf alle Fälle Salz und Pfeffer. Beides würde ich kurz vor dem Grillen untermischen. So kann das Salz nicht viel Flüssigkeit aus dem Fleisch ziehen. Und beim Pfeffer braucht ihr keine Sorge haben, dass dieser verbrennt. Im Gegensatz zum Grillen eines Steaks, wo man ja teilweise mit Temperaturen jenseits der 350 Grad arbeitet, ist dies beim Burger Patty nicht der Fall. Sonstige Gewürze kann man hinzugeben, muss man aber nicht. Salz und Pfeffer reichen eigentlich vollkommen aus, vor allem um den feinen Geschmack vom Rindfleisch nicht zu überdecken.

Die Burgerpresse – bitte nicht wörtlich nehmen

Es gibt Menschen die schwören beim Burger selber machen darauf, anderen ist sie ein Graus: Die Burgerpresse. Letztlich ist es egal ob ihr die Burger Patties mit den Händern formt oder eine Burgerpresse verwendet. Tendiert ihr zu Letzterem, kommen hier noch weitere Burger Tipps zum Thema Patty formen:

  • Beim Burger selber machen kann eine Burgerpresse (siehe Bild unterhalb) hilfreich sein. „Kann“ aus dem Grund, weil man diese auch falsch einsetzen kann. Und zwar dahingehend, dass diese wirklich als Presse verwendet wird. Zu sehr gepresste Burger Patties tendieren dazu eher trocken zu werden. Also: Die Burgerpresse zum „Formen“ und nicht mit roher Gewalt zum Pressen verwenden.
  • Um das Burger Patty nach dem Formen wieder problemlos aus der Burgerpresse zu bekommen: Sonnenblumenöl verwenden. Vor dem Formen die Burgerpresse ein wenig mit dem Sonnenblumenöl einpinseln. So flutscht das Burger Patty wieder sehr einfach aus der Burgerpresse.
Burger Patties in Burger Presse - die frau am grill
Der Burger Patty lässt sich mit einer Burgerpresse sehr gut in Form bringen. (Foto: Matthias Würfl)

Die Größe des Pattys

Dünne Burger Patties neigen dazu schnell trocken zu werden. Dicke hingegen dazu, außen schwarz und innen blutig vom Grill genommen zu werden. Klar, man könnte die Burger Patties beim Burger selber machen auch zuerst scharf angrillen und dann in der indirekten Hitze gar ziehen. Aber alles zu kompliziert. Burger Patties mit einer Dicke von 1,5 bis zwei Zentimeter finde ich optimal und habe damit nur gute Erfahrungen gemacht.

Welche Grillutensilien ergeben Sinn?

Der Burger Tipp schlechthin: Auf keinen Fall eine Gabel! Wenn ihr mit der in eure Burger Patties stecht, dann läuft der Fleischsaft heraus. Das wollen wir beim Burger selber machen tunlichst vermeiden. Meine Lieblingsgerätschaften: Ein stinknormaler Pfannenwender und meine Spaghettizange. Und nein: Mit der Spaghettizange sticht man nicht wie mit einer Gabel ins Burger Patty. Zumindest dann nicht, wenn man nicht wie ein Ochse zusammendrückt.

grillzubehör burger selber machen - die frau am grill
Eine Grillzange braucht es nicht unbedingt. Ein Pfannenwender und eine Spaghettizange tun es auch. (Foto: Matthias Würfl)

Mit welcher Temperatur wird gegrillt?

250 Grad würde ich sagen. Alles drunter ist ein bisschen zu wenig. Alles darüber ein wenig zu gefährlich. Im Sinne, dass das Burger Patty eben außen schwarz wird und innen blutig bleibt. Achja: Und in der direkten Hitze grillen, die indirekte benutzen wir höchstens zum Warmhalten.

Wie oft soll man das Patty wenden?

Ein einziges Mal. Warum? Wenn ihr schon nach wenigen Sekunden das Patty wendet, wird es euch noch am Grill festkleben. Und beim Wenden werden Teile abreißen und am Rost „kleben“ bleiben. Was bei mir immer ein Indiz zum Wenden des Burger Patties darstellt: Wenn auf der Oberfläche vom Burger Patty der Fleischsaft ausläuft. Zudem kann das Burger Patty, wenn es nur einmal gewendet wird, auch viel besser gleichmäßig garen. Stellt euch vor, ihr dreht es immer hin und her: So kann die Hitze ja gar nicht richtig von einer Seite bis zum Kern durchdringen.

Burger Patty auf grill - fleischsaft läuft aus - die frau am grill
Wenn der Fleischsaft austritt, ist es Zeit das Patty zu wenden. (Foto: Matthias Würfl)

Wann kommt der Käse auf den Patty?

Es empfiehlt sich den Käse nach dem Wenden auf die Burger Patties zu legen. So hat er noch bis Ende der Garzeit des Patties die Möglichkeit zu schmelzen.

Käse auf Burger Patties legen - die frau am grill
Nach dem Wenden des Pattys kommt der Käse drauf – sofern man Käse mag. (Foto: Matthias Würfl)

Wann ist der Patty fertig gegrillt?

Das kommt darauf an, welche Kerntemperatur ihr anvisiert. Sprich: Wollt ihr das Burger Patty medium (ab 72 Grad) oder komplett durchgegart (bis 85 Grad)? Es empfiehlt sich ein Kerntemperatur-Thermometer zu verwenden.

Die Buns – kaufen oder selbst machen?

Kaufen ist die schnelle Option. Bei vielen Grillprofis aber verönt. Ich denke: Wer Zeit und Lust hat, der kann seine Burger Buns selber machen. Alle anderen schnappen sich halt Fertigware im Supermarkt. Wobei: Bei uns in der Gegend verkaufen bereits auch Bäckereien bereits leckere Burger Buns!

 Der sinnvolle Aufbau des Burgers (Maulsperre)

Beim Bau eines Burgers ist weniger mehr. Klar, es sieht schon beeindruckend aus, wenn sich ein Burger weit nach oben aus dem Teller erstreckt, dazu triefende BBQ Sauce und laufender Käse. Vielleicht klingt dies nun nach dem Spielverderber unter den Burger Tipps. Aber wer den Burger auch hinterher ohne Maulsperre und möglichst unversehrt, ohne dass alle Zutaten herausrutschen, genießen möchte, der sollte sich an dieses Motto halten. Das heißt also BBQ Saucen sparsam einsetzen und Gemüse, wie Zwiebeln oder Tomaten möglichst fein schneiden.

Den Burger richtig essen?

Wie bitte, also das Essen des Burgers bleibt wohl jedem selber überlassen, oder? Natürlich. Trotzdem haben sich ein paar Leute schon mit dem Thema wissenschaftlich auseinandergesetzt. Burger sollte man sich entweder auf dem Kopf oder mit einem besonderen Handgriff einverleiben. Damit ist kein Kopfstand gemeint, nein, man dreht den Burger um.

So soll der Fleischsaft, der aus dem Patty tritt, ins Oberteil des Buns fließen, welches, durch die Wölbung, dicker als die Unterseite ist, und den Fleischsaft auffangen. Damit der Burger beim Reinbeißen nicht verrutscht, empfiehlt es sich, ihn so zu greifen, dass die kleinen Finger und die Daumen unten und die restlichen Finger oben liegen.

Burger richtig halten - die frau am grill
Ein guter "Burgergriff": Daumen und kleiner Finger unten, die mittleren drei Finger oben auf…(Foto: Matthias Würfl)

Die richtigen Beilagen wählen

Ein guter Burger kommt selten alleine daher. Darum meine Empfehlung: Pommes selber machen oder würzige Pommes Chips. Und as nie fehlen darf ein: ein kleiner gemischter Beilagensalat oder ein Coleslaw.

Und welche Soßen passen dazu?

Das kommt wirklich auf zweierlei an: zum einen, welchen Burger ihr baut. Und zum anderen auf euren Geschmack. Auf einen Big Mac wohl eher die Big Mac Soße, auf einem Hamburger können sich Ketchup, Mayonnaise oder auch eine BBQ Soße gut machen. Weitere Infos dazu auch in unserer Kategorie Soßen Rezepte.

Weitere Burger-Rezepte:

Was hältst Du von diesem Beitrag?

Schlagwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*