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Rotisserie: Wissenswertes über das Grillen am Drehspieß

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Endlich ist der Sommer da und somit ist es auch höchste Zeit zum Angrillen. Aber nach der langen Wartezeit zwischen Kälte und Regen wäre es doch langweilig, dabei einfach nur die klassische Bratwurst auf den Rost zu legen. Stattdessen darf es gerne etwas ausgefallener sein, damit das Angrillen zu einer besonderen Feier wird, welche Gastgeberin und Gästen noch lange Zeit im Gedächtnis bleibt. Rotisserie lautet dabei das Stichwort. Der Trend, welche bereits im vergangenen Jahr langsam aufgekommen ist, erlebt nämlich nun seinen Höhepunkt. Bleibt nur die Frage offen, was sich am Drehspieß grillen lässt und vor allem: wie?

Vorbereitungen für das Angrillen mit dem Drehspieß

Das Grillen mit dem Drehspieß ist in den letzten Jahren etwas in Vergessenheit geraten. Umso schöner ist es, dass die Rotisserie nun ein Revival erlebt und somit ist sie die perfekte Wahl für ein Barbecue der besonderen Art. Neben weiteren Vorbereitungen für das perfekte Angrillen muss deshalb natürlich erst einmal der besagte Drehspieß besorgt werden. Die gute Nachricht lautet: Dafür bedarf es keines neuen Grills, sondern es gibt diese auch als Aufsatz oder Einsatz für verschiedene Modelle.

Besonders professionell wirken natürlich die Ausführungen mit Motor, welche sich ohne Zutun der Grillmeisterin von selbst im gewünschten Tempo drehen. Diese Drehspieße werden gerne auch als Rotisserie bezeichnet, allerdings wird der französische Begriff ebenso für das Grillgut vom Drehspieß verwendet oder ein Restaurant, wo die Köstlichkeiten vor den Augen der Gäste gegrillt werden. So viel zur Begriffsklärung.

Doch wie genau geht das Grillen an dieser Rotisserie eigentlich?

Tipps für das Grillen mit der Rotisserie

Eigentlich ist das Grillen am Drehspieß ganz einfach: Das Grillgut wird auf den Spieß gesteckt und anschließend bei ständigem Rotieren über dem Grill gegart. Perfekt geeignet ist die Rotisserie deshalb vor allem für dickere Fleischstücke wie ein Hähnchen oder einen Braten. Der Drehspieß wird einfach auf dem Grill angebracht, der Deckel geschlossen und dank Motor passiert der Rest quasi ganz von selbst. Optimal ist daher ein Kugelgrill mit ausreichend Platz für die Rotisserie. Wichtig ist, die Kohle dann jedoch gleichmäßig an den Seiten zu platzieren, damit die Hitzequelle nicht direkt unter dem Drehspieß liegt und das Grillgut somit zu verbrennen droht. In der Mitte sollte derweil eine Auffangschale platziert werden, damit der Grill durch eventuell heruntertropfendes Fett nicht verschmutzt wird.

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Dennoch ist das Grillen mit dem Drehspieß durchaus auch auf einem Gasgrill möglich. In diesem Fall wird die seitliche Hitzezufuhr dadurch hergestellt, dass der mittlere Brenner nicht genutzt wird. Stattdessen empfehlen sich Modelle mit einem speziellen Rotisserie-Brenner – auf Deutsch auch als Heckbrenner bezeichnet – welcher im Inneren des Grills eine Art Umluft erzeugt. Das verspricht ein gleichmäßigeres und insgesamt besseres Ergebnis. Bei dieser Methode ist es allerdings wichtig, dass die Drehrichtung der Rotisserie stimmt. Das Grillgut muss sich nach oben hin vom Brenner wegdrehen. Im Gegensatz zur Unterhitze, tropfen dann nämlich Fett und Wasser, welche aus dem Fleisch austreten, nicht oder zumindest weniger ab. Stattdessen verbleiben sie auf dem Grillgut und machen dieses dadurch saftiger.

Grillgut: Ideen für Leckereien vom Drehspieß

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Wer also beim Angrillen in diesem Jahr sein Können an der Rotisserie unter Beweis stellen möchte, braucht dafür natürlich auch das geeignete Grillgut. Wie bereits erwähnt, lassen sich mit dem Drehspieß Brathähnchen, Gyros sowie ein Spießbraten perfekt zubereiten. Doch auch andere Braten wie ein Schinkenschwartenbraten – gerne nach Belieben gefüllt – sowie weiteres Geflügel wie die Gans werden auf der Rotisserie unvergleichlich saftig und lecker.

Hier ein Video wie man ganz einfach Gyros auf der Rotisserie zubereitet:

Damit diese perfekt gelingen, sollte man stets ein Fleischtermometer zur Hand haben, um die Kerntemperatur zu ermitteln und somit den perfekten Zeitpunkt zu finden, wenn das Fleisch außen knusprig und innen gar, trotzdem aber noch saftig ist. Ebenso können Schaschlik- und Dönerspieße hierbei auf den Grill kommen. Viele Griller setzen auch gerne auf Klassiker wie Rippchen. Ungeeignet ist die Rotisserie hingegen für Grillgut, welches leicht zerfällt, zum Beispiel Grillkäse oder Fisch.

Die Vorteile beim Grillen mit der Rotisserie

Gerade für das Angrillen soll es oft etwas Besonderes sein und da sorgt die Rotisserie gewiss für einen Wow-Effekt bei den Gästen. Mit der richtigen Vorbereitung macht sich die Arbeit quasi von selbst, sodass die Gastgeberin das Event in vollen Zügen genießen kann – bei Lagerfeueratmosphäre und Gesprächen. Mit dem Drehspieß ist es also nicht notwendig, ständig am Grill zu stehen und somit die eigentliche Party beim Barbecue zu verpassen.

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Doch neben dem Show-Effekt, begeistert der Drehspieß vor allem durch den köstlichen Geschmack des Grillguts. Nicht nur, dass es sich hierbei um exotische Kreationen wie einen großen (gefüllten) Braten oder ein ganzes Hähnchen handeln kann – sondern diese gelingen auch noch perfekt und schmecken knusprig sowie saftig zugleich.

Die Gewürze sowie Marinade verteilen sich durch die Rotation gleichmäßig und wer noch einen draufsetzen möchte, serviert sogar ein delikates Spanferkel. Der Kreativität sind mit der Rotisserie also kaum Grenzen gesetzt und sie wird garantiert zu einer beeindruckenden Inszenierung für alle Beteiligten. 

Ein Rückblick auf die Geschichte der Rotisserie

Gewiss werden die Gäste dann aber auch neugierig und möchten alles über die Rotisserie wissen. Woher also kommt der Drehspieß? Erfunden wurde er vor mehr als 500 Jahren, damals aber natürlich noch als von Hand gedrehte Rotisserie, welche direkt über dem Feuer angebracht wurde. Es waren vor allem ganze Schweine oder Geflügel, welche mit dem Drehspieß zubereitet wurden.

Die erste offizielle Erwähnung dieser Technik fand sich im 14. Jahrhundert in einem französischen Kochbuch. Kein Wunder also, dass sich bis heute die französische Bezeichnung Rotisserie international durchgesetzt hat. In Deutschland wurde der Drehspieß hingegen lange Zeit als „Bratenwender“ bezeichnet. Leisten konnten sich diesen zu jener Zeit aber nur die Reichen, weshalb er als eine Art Statussymbol galt.

Weil die Betätigung von Hand auf Dauer zu anstrengend wurde, etablierte sich der Antrieb durch Hunde – das sogenannte „Dog Wheel“. Erst im 19. Jahrhundert wurden die ersten automatischen Drehspieße erfunden, zu  Beginn noch mittels Dampfantrieb, später dann durch den Elektromotor. Dies erleichterte die Arbeit ungemein, denn bei großen Fleischstücken wie einem ganzen Schwein konnte es durchaus drei oder mehr Stunden dauern, bis diese gar waren. Das hat sich bis heute zwar nicht geändert, doch können die Gastgeberinnen und Gastgeber sich nun eben entspannt zurücklehnen, während der Motor der Rotisserie die ganze Arbeit macht. 

Aufbau: Der moderne Drehspieß im Detail

Obwohl das Prinzip also dasselbe geblieben ist, hat sich der Aufbau der Drehspieße über die Jahrhunderte verändert. Mittlerweile gibt es auch vertikale Drehspieße, allerdings ist nach wie vor die horizontale Rotisserie weiter verbreitet. Sie wird, wie der Name bereits vermuten lässt, horizontal mit einer Stange auf dem Grill angebracht. Die Spießgabeln verhindern das Abrutschen des Grillguts. Zum Arretieren kommen zudem Fleischgabeln zum Einsatz, damit sich das Fleisch mit der Stange dreht und dadurch bestmöglich von allen Seiten gegart wird.

Zuletzt verfügt die Rotisserie in der Regel über einen Motor. Zwar gibt es auch noch handbetriebene Modelle, jedoch gehen damit viele Vorteile dieser Grillvariante flöten und die manuelle Betätigung wird auf Dauer sehr anstrengend. Der Motor übernimmt hingegen diese Arbeit und sorgt für eine gleichmäßige Rotation in die gewünschte Drehrichtung. Diese kann bei den meisten Modellen durch das simple Aus- und wieder Einschalten geändert werden. Eine moderne Rotisserie lässt sich zudem in wenigen Schritten auseinander- und wieder zusammenbauen, was die Reinigung erheblich erleichtert.

Sollen kleine Zutaten mit dem Drehspieß zubereitet werden, welche nur schwer aufgespießt werden können oder herunterzufallen drohen, gibt es zudem spezielle Grillkörbe. Diese sind engmaschig gestaltet und eignen sich daher perfekt für den Einsatz mit Gemüse, Scampi, Kartoffeln oder sogar Popcorn. Zuletzt besitzt jede hochwertige Rotisserie ein Gegengewicht. Dieses sogenannten Kontergewicht sorgt dafür, dass eine ungleichmäßige Gewichtsverteilung ausgeglichen werden kann und ist individuell anpassbar. So wird verhindert, dass sich der Spieß ungleichmäßig dreht.

Nun kann eigentlich nichts mehr schiefgehen und das Angrillen sowie die neue Saison können starten. Viel Spaß und guten Appetit!

Die Autorin Melanie Bayer ist Studentin und nebenbei Freelancerin im redaktionellen Bereich. Vor allem wenn es Sommer wird, geht es oft mit Freunden in den Park zum gemeinsamen Grillen.

Beitragsbilder: Fotolia

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