Fabrice Bernard Millesima Die frau am Grill

Millesima CEO Fabrice Bernard: “Alleine kommen wir zwar schnell voran, zusammen werden wir es aber weit schaffen.”

Fabrice Bernard Millesima Die frau am Grill

Fabrice Bernard ist der CEO von Millesima, einem familiengeführten exquisiten Weinhandel aus Frankreich. Nach seinem Abschluss an der Business School in Amiens arbeitete Bernard für Renault Crédit International und Nissan Frankreich. Im Jahr 2012 wurde er zum stellvertretenden General Manager von Millesima ernannt, 2017 stieg er zum CEO auf und folgte damit in die Fußstapfen seines Vaters Patrick Bernard.

Herr Bernard, wann wurde Millesima gegründet und was waren die Gründe dafür?

Fabrice Bernard: Es war mein Vater, der Millesima im Jahr 1983 gründete. Damals hieß die Firma “Les Vins des Grands Vignobles”. Der Namenswechsel zu Millesima erfolgte 1988. Das war auch das erste Jahr, in welchem Millesima seinen ersten Katalog mit den 100 besten Bordeaux Weinen veröffentlichte. Mit dem Namen “Grand Crus Classés”. Das Ziel meines Vaters damals, einem Ziel, dem ich ich bis heute treu geblieben bin, war es: Weinliebhabern die Auswahl der besten Weine der Welt anzubieten. Wein, den wir direkt von den Erzeugern geliefert bekommen.

Erinnern Sie sich noch wann sie zum ersten Mal persönlich mit Wein in Berührung kamen?

Fabrice Bernard: Ja, daran kann ich mich tatsächlich erinnern: Es war an meinem siebten Geburtstag. Mein Großvater gab einen kleinen Schluck Wein in mein Wasserglas. Der Wein war ein Meyney 1975…

Millesima wine cellar Die Frau am Grill
Ein kleiner Teil der Kisten im Weinkeller von Millesima, in dem rund 2,5 Millionen Flaschen Wein lagern. (Foto: Millesima)

Und dann nahm alles seinen Lauf. Woher haben Sie sich all Ihr Wissen zum Thema Wein angeeignet?

Fabrice Bernard: Bei Millesima hatte ich viele Gelegenheiten zu lernen. Durch treffen mit Weinerzeugern, Önologen oder auch Kellermeister. Aber beim Thema Wein muss ich sagen: Es handelt sich um ein nie endende Lernerfahrung. Wir lernen wirklich jeden Tag. Und müssen uns täglich daran erinnern offen gegenüber Neuem zu sein. Und so viel wie möglich ausprobieren.

Was würden Sie dann zum Beispiel sagen, haben Sie im vergangenen Jahr 2018 Neues über Wein gelernt?

Fabrice Bernard: Im vergangenen Jahr konnte ich Etliches über spanische Weine lernen. Aber auch über italienische aus Alto Adige. Wir konnte zusätzlich viel im Château Peyrabon in Erfahrung bringen, einem Weinproduzenten in Medoc, der sich im Besitz meiner Familie befindet – dort besonders durch Verkostungen. Zum Beispiel haben wir den Unterschied getestet, wenn man Schwefeldioxid zugibt, und zwar nach dem Gärungsprozess.

Für all diejenigen, die Millesima noch nicht kennen: Produziert die Firma auch Wein oder hat man sich auf den Weinhandel spezialisiert?

Fabrice Bernard: Millesima selber produziert keinen Wein. Wir haben uns darauf spezialisiert den Wein direkt bei den Erzeugern zu kaufen, ihn zu vermarkten und sodann in der ganzen Welt zu verkaufen – auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Nach welchen Kriterien entschieden Sie, von welchen Chateaus Sie Wein einkaufen?

Fabrice Bernard: Zuerst wird natürlich verkostet. Die Weine die wir aussuchen müssen repräsentativ für die jeweilige Gegend sein. Und sie müssen sich nahtlos ins Qualitätsgefüge von Millesima einreihen. Und letztlich sind es unsere Kunden und ihre Entscheidung diese Weine zu kaufen, die darüber bestimmen, ob wir sie in der Zukunft weiterhin anbieten oder nicht. Wenn sich nach vier bis fünf Jahren herausstellt, dass nicht genug Nachfrage für einen bestimmten Wein besteht, nehmen wir diesem aus dem Angebot

Lassen Sie uns ein wenig über Zahlen sprechen: Wieviele Menschen beschäftigen sie bei Millesima?

Fabrice Bernard: Aktuell besteht unser Team aus 65 Angestellten – ein Teil davon arbeitet Fulltime, der andere Teilzeit. Wir bieten übrigens auch Praktikas in unseren verschiedenen Abteilungen an – und diese Praktikanten bleiben über total unterschiedlich lange Zeiträume bei uns.

Und wie viele Flaschen lagern derzeit in Ihren Weinkellern?

Fabrice Bernard: Unser über zweihundert Jahre alter Weinkeller in Bordeaux beinhaltet derzeit über 2,500,000 Flaschen. Dazu rund 10.000 Flaschen in speziellen Formaten wir Magnum, Doppel-Magnum, Jeroboams und Imperials.

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200 Jahre ist der Weinkeller alt, der sich im Familienbesitz befindet. (Foto: Millesima)

Wie viele Flaschen Wein verkauft Millesima davon pro Jahr?

Fabrice Bernard: Das variiert von Jahr zu Jahr. Aber geschätzt würde ich sagen handelt es sich im Schnitt um 600.000 Flaschen pro Jahr.

In wie vielen Ländern beliefert Millesima Kunden?

Fabrice Bernard: Lassen Sie mich zuerst sagen, dass wir bisher an über 75.000 Kunden unsere Weine geliefert haben. Und diese sind in mehr als 120 unterschiedlichen Ländern auf der Welt zu hause.

Kommen wir zur Frage aller Fragen in diesem Interview: Was macht einen guten Wein für Sie aus?

Fabrice Bernard: Da gibt es eine klare Antwort: Es ist die Fähigkeit des Weins, einem den Genuss dessen zu einer ganz besonderen Erfahrung zu machen. Und was auch noch wichtig ist: Dass der Wein die Qualität besitzt, in der Flasche über die Jahre hinweg richtig alt zu werden. Ein toller Wein ist ein Wein, den man über die Jahre hinweg aufbewahren kann.

Warum sollte jemand bei Millesima Wein bestellen und nicht im Supermarkt kaufen?

Fabrice Bernard: Es gibt verschiedene Gründe bei Millesima einzukaufen. Der erste ist unsere Auswahl, die sehr sorgfältig von unserem professionellen Team vorgenommen. Eine Auswahl von übere 6.000 Arten – eine große Vielfalt von Stilen, Jahrgängen und Formaten. Und ein weiterer Grund ist: Wir beziehen unsere Weine direkt vom Erzeuger, nicht über fünf Ecken. Wenn Sie einen Wein bei uns bestellen dann hatte er in seinem Leben nur zwei Heimatorte bevor er ihnen an die Haustüre geliefert wird: Das Chateau auf dem er produziert wurde und unserem Weinkeller –  in dem er unter optimalen Bedingungen gelagert wurde. Was auch für Millesima spricht: Wir haben absolute Experten, die unsere Kunden bei der Weinauswahl betreuen.

Welcher Wein in ihrem Portfolio ist Ihnen derzeit der liebste?

Fabrice Bernard: Mein Lieblingswein ist immer jener, den ich morgen trinken werde. (lacht)

Letzte Frage: Haben Sie bei Millesima eine Firmenphilosophie?

Fabrice Bernard: Unsere Firmenphilosophie beruht auf etlichen Pfeilern: Darunter ist das Ziel immer weiter zu testen und zu lernen. Dazu kommt, dass der Kunde immer an erster Stelle steht. Aber auch dass die Familie wichtig ist. Und in diesem Zusammenhang ganz wichtig: alleine kommen wir zwar schnell voran, zusammen werden wir es aber weit schaffen.

Dieser Beitrag entstand in bezahlter Kooperation mit Millesima.

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