Senf-Expertin

Interview mit einer Senf-Expertin

Heute möchte ich euch wieder ein Interview vom BBQ- und Genussfestival in Bad Schussenried präsentieren. Und zwar mit einer Senf-Expertin. Auf dem Festival gab es sehr viel zu entdecken: Vom Smoker-Papst, der mir, unter anderem viele Tipps über die wichtigsten Dinge, die man beim Kauf eines Smokers beachten sollte, verriet, über den Braumeister, von dem ich alles zum Thema Bier und Grillen erfahren durfte, bis hin zur Chili-Expertin. Verschiedene Aussteller und Firmen hatten auf dem BBQ-und Genussfestival in Bad Schussenried ihre Stände aufgestellt. So wie auch eine Senf-Expertin. Am Stand von Maier´s Genussmanufaktur erblickte ich viele Senfsorten zum Probieren. Das weckte sofort mein Interesse und die versierte Mitarbeiterin Jasmin von „Maier’s Genuss“ war so freundlich mir ein paar Fragen zum Thema Senf zu beantworten.

Woher stammt Senf eigentlich?

„Senf ist eine uralte Pflanze“, so die Senf-Expertin. „Die gab es schon im Mittelalter. Damals hat man die Senffelder übrigens bewacht – weil Senf war ein Arzneimittel. Man wusste schon sehr früh, dass Senf Bakterien abtötet – Bakterien kannte man damals natürlich noch nicht. Das Zweite am Senf ist, dass er konservierend wirkt. Früher hatte man ja keine Kühlschränke, musste aber seine Lebensmittel konservieren. Und so hat man das mit der Senfsaat eingerieben und die Lebensmittel wesentlich länger haltbar gemacht. Viele Landherren haben ihren Leuten befohlen Senf anzupflanzen weil sie wussten, dass wenn diese Leute Senf zu sich nehmen bleiben sie gesund.“

Welche Senfsorten gibt es eigentlich?

„Also generell gibt es über 100 verschiedene Sorten. Bei uns in der Manufaktur legen wir sehr viel Wert darauf, dass wir den Senf kalt verarbeiten. Das ist so ähnlich wie mit gutem Brot: Da braucht der Teig Zeit um zu gehen . Und bei uns wird die Senfsaat mit Zucker und Essig angesetzt und wir geben ihm dann Zeit zu reifen. Und dann braucht er eben seine Zeit um die ätherischen Öl gut zu entfalten.“ So erfahre ich des weiteren von der Senf-Expertin, dass konventioneller Senf, den man aus dem Supermarktregal kennt, wird erhitzt. „Es gibt sehr viele Arten von Senf. So zum Beispiel süße, die wir mit Honig verfeinern. Oder auch mit Kirschen oder Feigen. Dann gibt es die herzhaften mit Bärlauch oder Röstzwiebeln. Aber es gibt auch Kräuter oder sogar welche mit Rieslingwein. Und schließlich gibt’s noch die scharfen Sorten.“

Für welche Gerichte würdest Du, als die Senf-Expertin, diesen empfehlen?

„Oh, ich ganz persönlich benutze Senf als Brotaufstrich. Egal, ob das nun ein gutes Bauernbrot ist oder Bruschetta: Einfach Senf drauf. Und wenn ich dazu Käse esse, dann mag ich gerne einen Feigensenf dazu. Süße Senfsorten schmecken auch in einem Salatdressing sehr lecker.“ Scharfen Senf empfiehlt die Senf-Expertin zu Wurst oder generell Gegrilltem.“

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