Griechische Forelle

Ganze Forelle nach griechischer Art

Griechische Forelle

Kalí méra und herzlichst willkommen auf unserem Geschmacksausflug nach Griechenland. Heute grillen wir eine ganze Forelle nach griechischer Art. Die griechische Forelle schmeckt nach Urlaub und weckt die Erinnerungen an eine kleine Taverne im Hafen von Thessaloniki, den Duft von Meer und den letzten Strahlen der untergehenden Sonne. OK, es war wohl eher eine Dorade, aber Dorade schmeckt in südlichen Ländern einfach besser als bei uns und so kommt heute ein einheimischer Fisch auf den Grill und wird mit leckeren Zutaten zubereitet, damit man sich wieder fühlt wieder in der kleinen Taverne.

Was macht die griechische Küche so besonders?

Dank des Mittelmeeres gibt es in Griechenland viele Meeresfrüchte- und Fisch-Gerichte. Aber auch die Viehzucht ist in Griechenland weit verbreitet. Besonders die Schaf- und Ziegenzucht ist ein wichtiger Bestandteil griechischer Speisen Diese sind meist intensiv gewürzt mit verschiedenen Kräutern und Gewürzen. Bereits im Mittelalter führten die Griechen Handel mit dem Balkan, dem arabischen Raum und Indien und erweiterten ihre eigene Küche um zahlreiche Gewürze, die auch heute noch verwendet werden. Für zahlreiche Kräuter sind die Griechen namens gebend verantwortlich, wie Koriander, Kamille, Oregano, Basilikum, Thymian, Minze oder Petersilie. In unserem Rezept für die ganze Forelle nach griechischer Art findet man die Einflüsse der griechischen Küche wieder, so nutzen wir heute unter anderem Thymian, Petersilie, Oregano und Minze und ein leckeres griechisches Olivenöl aus dem letzten Urlaub.

Welcher Fisch eignet sich für dieses Rezept?

In Griechenland gibt es die Forelle eher selten und daher ist dieses Rezept besonders gut geeignet für eine ganze Dorade, den typische Mittelmeer Fisch, aber auch Wolfsbarsch oder Red Snapper schmecken hervorragend nach griechischer Art. Es kann jeder Fisch verwendet werden, der nicht beim Grillen zerfällt.

Welche Forelle ist die richtige für die griechische Forelle?

Wer in Deutschland angelt, fängt am häufigsten die Regenbogenforelle oder die rotfleischige Forelle, im Volksmund auch Lachsforelle genannt. Häufig trifft man inzwischen auch die aus Nordamerika stammende Goldforelle an. Das Gute ist, mit allen drei Arten schmeckt ganze Forelle nach griechischer Art fantastisch. In unserem Rezept-Video hatten wir eine Regenbogen Forelle. Wichtig ist, dass der Fisch frisch ist.

Zutaten für die Forelle griechische Art
Alle Zutaten für die Forelle griechische Art. (Foto: Marc Sander)

Woran erkenne ich frischen Fisch?

Frischer Fisch sollte nach Meer bzw. See riechen. Sie können den Fisch auch kurz drücken, wenn der Fisch frisch ist, dann sollte die entstandene Delle sofort wieder verschwinden und die Haut wieder glatt werden. Sollten Sie keine Möglichkeit haben an den Fisch zu riechen oder ihn zu drücken, dann schauen Sie ihn einfach tief in die Augen. Die Augen müssen klar und feucht sein und sollten leicht herausstehen. Sind die Augen dagegen trocken, trüb oder eingefallen, dann sollten sie den Fisch nicht kaufen.

Am besten Fisch selber fangen?

Forelle kann man in Deutschland an vielen Seen fangen. Immer, wenn meine Tochter und ich die Zeit finden zu Angeln ist sie mit Begeisterung dabei. Unseren ersten gemeinsamen Angelausflug hatten wir, da war sie grade sieben Jahre alt und ich dachte: Länger als zwei Stunden würde sie nicht durchhalten. Aber nach über acht Stunden wollte sie immer noch nicht aufhören. Es mag vielleicht daran liegen, dass sie mehr Forellen gefangen hat als ich. Auch die Forelle aus dem Video stammt von unserem letzten Angelausflug. Und die Chance das sie die Forelle gefangen hat, ist sehr groß.

Auf welche Kennzeichnung ist beim Fischkauf zu achten?

Wer nicht selber angeln geht, muss den Fisch kaufen. Seit 1997 gibt es das MSC-Siegel an dem Verbraucher guten Wildfisch erkennen können. Das blaue Logo kennzeichnet umweltschonend gefangene Fische beziehungsweise Meeresfrüchte aus nachhaltiger Fischerei.

Die Produkte mit dem Siegel müssen drei Bedingungen erfüllen.

  • Der Fisch muss aus Fischbeständen stammen, die nicht überfischt werden und sich so immer wieder selbst erholen können.
  • Beim Fang müssen die Artenvielfalt und Funktionsfähigkeit des Ökosystems bestehen bleiben.
  • Regionale und internationale Gesetze müssen eingehalten werden.

Die drei Punkte sollte auch jeder Angelsee erfüllen. Für Zuchtfisch gibt es die Siegel von Bioland, Naturland und ASC. Die Siegel kennzeichnen Zuchtfisch der mit gentechnikfreien Futtermitteln gezüchtet wurde.

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Welchen Fisch sollte ich nicht für die Forelle griechischer Art verwenden?

Es gibt die Rote Liste, welche alle gefährdeten Tierarten enthält. Hier wird bemängelt das die Zucht und das Herkunftsland nicht berücksichtigt wird. Übersichtlicher macht es der WWF Einkaufsratgeber für Fisch & Meeresfrüchte. Hier werden die in Deutschland genutzten Siegel berücksichtigt und nach Herkunftsland und Fangart unterschieden.

Welche Art von Grill kann ich für Zutaten für die Forelle griechischer Art verwenden?

Das Rezept eignet sich für jede Art von Grill mit einer direkten Zone. Der Fisch benötigt einfach viel Hitze von unten. Ein Deckel ist hilfreich, aber nicht unbedingt nötig.

Benötige ich Hilfsmittel?

Bratengarn ist hilfreich, aber nicht zwingend nötig. Der Fisch kann auch vorsichtig gewendet werden und muss nicht unbedingt verschnürt werden. Das Verschnüren macht das Grillen aber definitiv einfacher. Wenn kein Bratengarn vorhanden sein sollte, dann bitte nicht einen Bindfaden oder ähnliches verwenden, da Bindfäden nicht für die entstehende Hitze geeignet sind und beim Grillen verbrennen oder wenn Plastik enthalten ist schmelzen und den Fisch ungenießbar machen.

Forelle gebunden
Die mit Bratgarn geschnürte Forelle…
Forelle auf Grill
…wandert ganz einfach in die direkte Hitze auf den Grill. (Fotos: Marc Sander)

Wer eine Plancha besitzt, kann diese gerne einsetzten, dann ist der Fisch nicht dem direkten Feuer ausgesetzt und es kann nicht zum Fettbrand kommen. Damit die Fischhaut nicht an der Plancha beim Wenden kleben bleibt, sollte die Plancha mit etwas Salz bestreut werden. Salz bildet eine eigene Schicht und verhindert so das Ankleben von Fisch und Meeresfrüchte.

Wie erkenne ich, dass der Fisch fertig ist?

Der Fisch ist fertig, wenn die Rückenflosse ohne Widerstand herausgezogen werden kann. Wird der Fisch aber über offenem Feuer zubereitet, verbrennt die Rückenflosse meistens und kann nicht mehr herausgezogen werden. Alternativ schaut man auf die Farbe vom Fleisch. Ja, auch bei Fischen heißt es Fleisch. Obwohl es sich nicht um einen Warmblüter handelt haben Fische Muskelfleisch mit Fett, Bindegewebe, Knochen und Knorpel. Sie erfüllen somit die Bedingungen für Fleisch. Das Fleisch vom Fisch sollte weiß geworden sein. Da die Haut vom Fisch an der Seite eingeschnitten werden muss damit die Marinade eindringen kann, sieht man hier auch die Fleischfarbe.

Hier das Video zur Forelle griechischer Art:

Ganze Forelle griechischer Art und was gibt es dazu?

Ein Ouzo passt immer, er sollte aber warm getrunken werden. Nur ein warmer Ouzo hat das besondere Aroma und etwas Schärfe. Mögen Sie es lieber etwas milder, dann sollten sie den Ouzo doch lieber mit etwas kalten Wasser oder Eis verdünnen. Als Beilage passt ein grüner Salat mit roten Zwiebeln, Tomaten, Gurke, Oliven und etwas Feta Käse mit einem einfachen Dressing aus Salz, Pfeffer und Olivenöl.

Saisonbedingte Anpassungen am Rezept Forelle griechischer Art:

Im Rezept wird Bärlauch verwendet, was nicht immer zu bekommen ist, hier kann stattdessen zusätzlichen Knoblauch verwendet werden kann.

Wer sich gerne über weitere Fischgerichte informieren möchte kann dies hier im Magazin in der Fisch-Ecke machen.

Dieser Beitrag wurde von Marc Sander verfasst. Zusammen mit einer Tochter Mahika verantworten beide den YouTube-Kanal „Daughter & Dad’s Sizzlezone“

Griechische Forelle
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Ganze Forelle nach griechischer Art

Vorbereitungszeit15 Min.
Zubereitungszeit15 Min.
Arbeitszeit1 Std.
Gericht: Fitness-Essen, Hauptgericht
Land & Region: Mediterran
Portionen: 1 Portion

Zutaten

Forelle

  • 1 Forelle (klappt u.a. auch mit Dorade)
  • 1 Zitrone
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 EL Rauchsalz (oder Meersalz)
  • 1 EL Oregano (getrocknet)
  • 1 TL Pfeffer
  • 2 EL Olivenöl
  • 6 Zweige Thymian

Marinade

  • 1 Schalotte
  • 1 EL Kapern
  • 0,5 Zitrone
  • 4 Zweige Dill
  • 10 Blätter Bärlauch
  • 1 Knoblauchzehe
  • 15 Blätter Minze
  • 6 Zweige Petersilie (glatt)
  • 1 TL Salz
  • 0,5 TL Pfeffer
  • 0,5 TL Oregano
  • 4 EL Olivenöl

Anleitungen

  • Knoblauch fein hacken. Zitrone in Scheiben schneiden und die Scheiben halbieren. Den Fisch von beiden Seiten dreimal einschneiden.
  • Die Seiten der Forelle und innen ordentlich salzen, mit Oregano, Knoblauch und Pfeffer einreiben. Darauf achten, dass die Zutaten auch in die Schnitte kommen. Zitronenscheiben und Thymian in den Bauch des Fisches geben. Den Fisch mit Olivenöl einreiben. Stellen Sie den Fisch für ca. 30 Minuten zum Marinieren beiseite.
  • Für die Marinade die Schalotte fein schneiden, die Kapern und Knoblauch klein hacken und in eine Schale geben. Die Kräuter fein hacken und hinzufügen. Den Zitronensaft, Salz, Pfeffer und Oregano hinzugeben. Alles verrühren und langsam Olivenöl hinzugeben bis die Masse träge ist.
  • Der Fisch wird direkt gegrillt. Beim Grillen verbrennt die Haut, aber die wollen wir auch gar nicht essen. Damit der Fisch nicht am Rost anklebt bestreichen wir der Rost mit Öl und bestreuen ihn mit Salz.
  • Der Fisch ist fertig, wenn man die Rückenflosse leicht herausziehen kann, ist die Flosse verbrannt, dann der Fisch fertig, wenn die Fleischfarbe weiß ist und nicht mehr transparent.
  • Die Haut entfernen und den Fisch mit der Marinade versehen.

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