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Cheeseburger grillen: Der Guide – Antworten auf alle Fragen

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Wer einen Blick auf das Beitragsbild geworfen hat und den Cheeseburger dort vor dem geistigen Auge mit jenem vergleicht, den man in den großen Fastfoodketten serviert bekommt, wird ungläubig den Kopf schütteln. „Das ist doch kein Cheeseburger“, denken sich viele. Doch, das ist ein Cheeseburger – aber eben halt kein 0815-Cheeseburger. Cheeseburger selber machen lässt eben viele Varianten zu, dies ist eine davon. Und zwar eine sehr leckere.

Der 0815 Cheeseburger

Dieser besteht aus einem Burger Bun, in dem armselig ein Burger Patty, eine Scheibe Käse etwas Ketchup und ein Mini-Stückchen Essig-Gurke sowie drei bis sechs gehackte Zwiebelstückchen ihr Dasein fristen. Wer auf sowas Lust hast: Bitte sehr. Wir nicht!

Dennoch: Wie mache ich einen Tschisie wie bei einer Fastfoodkette?

Gar nicht. Sprich, du schaffst es nicht: Weil die nämlich ihr eigenes spezielles Burger Bun haben sowie ihr eigenes Fleisch. Die Cheeseburger der Fastfoodketten schmecken deshalb auf der ganzen Welt gleich. Einheitsfraß sozusagen.


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Welches Fleisch verwendet man?

Rinderhack. Die meisten Burger Pattys bestehen aus reinem Rinderhack. Wer will kann natürlich auch gemischtes Hackfleisch für seinen Cheeseburger verwenden. Der Fettanteil vom Schweinefleisch macht den Burger Patty somit noch etwas saftiger. Wenn man allerdings beim Grillen ein wenig acht gibt und das Burger Patty aus Rindfleisch nicht bis zum Umfallen durchgart, bekommt man auch mit Rinderhack ein saftiges Burger Patty zustande.

Wer diesen Beitrag nicht weiterlesen möchte – für den ist vielleicht der Pulled Spare Ribs Burger eine Option:

Lohnt es sich teures Fleisch wie Dry Aged Beef zu kaufen?

Nun stellt euch vor: Ihr beißt vom Cheeseburger ab und habt Folgendes im Mund: Einiges an Burger Brötchen, Ketchup, Mayonnaise sowie Gurken und Zwiebeln. Manche, wie ich in meinem Rezept,  geben vielleicht noch Speck, Tomate und Salat hinzu. Und nun wollt ihr den tollen Geschmack von teurem Dry Aged Beef aus dieser Geschmackskombination herausschmecken? Ich glaube die gestellte Frage beantwortet sich von alleine. Man grillt ja auch kein Rindersteak und schiebt sich einen Bissen davon zusammen mit Beilagen wie Rosmarinkartoffeln, grünen Spargel und Sauce Hollandaise zusammen in den Mund.

Das Burger Patty würzen?

Das bleibt jedem selber überlassen. Ein wenig Salz und Pfeffer schadet nie. Es gibt auch Menschen, die Ei und gehackte Zwiebeln mit ins Burger Patty einbauen. Das lassen wir aber beim Cheeseburger sein und heben uns diese Variante auf, wenn wir mal Frikadellen zubereiten. Weitere Verfeinerungsmethoden beim Cheeseburger wären zum Beispiel Chilipulver, Kreuzkümmel oder Paprikapulver.

Wie forme ich ein schönes Burger Patty?

Dazu musst du keinen Burger Patty „Formkurs“ belegen. Entweder du formst es mit der Hand oder du nimmst eine Burger Presse zu Hilfe. Die Burger Presse solltest du leicht mit Sonnenblumenöl einpinseln. Der Grund: So bekommst du den Burger Patty wieder einfacher aus der Burger Presse heraus und das Fleisch klebt nicht am unteren Rand der Burger Presse fest. Und reißt beim Entnehmen nicht auseinander.

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Eine Burgerpresse hilft beim Formen der Burger Patties. (Foto: Matthias Würfl)
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Welchen Käse verwendet man?

Das bleibt Dir überlassen. Auf dem Bild unterhalb siehst du Cheddar, stinknormalen Schmelzkäse und Gouda. Ihr könnt aber wirklich auch mit anderen Käsessorten herumexperimentieren. Mir schmeckt derzeit Cheddarkäse für einen Burger am besten. Schreibt mir gerne eure Erfahrungen in die Kommentare unterhalb von diesem Cheeseburger Beitrag.

Welche Burger Buns passen?

Die, welche euch gefallen, beziehungsweise schmecken. Ihr könnt Burger Brötchen selber machen oder diese im Supermarkt kaufen.

Das Burger Patty auf dem Gasgrill und Kohlegrill grillen

Bei mittlerer direkter Hitze (hier ein Artikel zum Thema direkte/indirekte Hitze) das Burger Patty für den Cheeseburger auf den Rost legen. Also so um die 220 Grad.

Wann muss ich das Burger Patty wenden?

Ein Indiz wann das Burger Patty für den Cheeseburger gewendet werden sollte ist es, wenn an dessen Oberfläche Fleischsaft austritt. Wie auch auf dem Bild unterhalb zu erkennen.

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Wenn an der Oberfläche vom Burger Patty Fleischsaft austritt ist es an der Zeit dieses zu wenden. (Foto: Matthias Würfl)

Wann kommt der Käse auf das Burger Patty?

Ich lege den Käse gleich nach dem Wenden aufs Burger Patty. Meiner Erfahrung nach dauert die zweite Seite des Burger Pattys nie so lange wie die erste. So kann der Käse gemütlich vor sich hinschmelzen und teilweise leicht an den Rändern des Burger Pattys hinab laufen.

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Gleich nach dem Wenden vom Burger Patty sollte der Käse darauf platziert werden. (Foto: Matthias Würfl)

Wann weiß ich, dass mein Burger Patty fertig ist?

Das kommt natürlich darauf an, wie dick dein Burger Patty ist. Und mit welcher Hitze du operierst. Du kannst dir aber auch einfach ein Kerntemperatur-Thermometer besorgen. Bei 56-60 Grad dürfte das Rindfleisch medium sein. Wer es ganz durch haben möchte sollte auf über 60 Grad gehen – aber Achtung: Hier besteht dann auch die Gefahr, dass das Burger Patty ein wenig trocken wird.

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Klappt Cheeseburger grillen auch in der Küche?

Logisch. Da geht dir halt das Grill-Flair ab, aber: Einfach in einer Pfanne schnappen und den gleichen Prozess wie oberhalb beschrieben durchmachen. Bei mittlerer Hitze. Allerdings würde ich eine hohe Pfanne verwenden und einen Spritzschutz drüber legen – eure Küche wird es euch danken.

Nicht vergessen: Die Burger Buns anrösten!

Das hat einen ganz bestimmen Grund: Auf der Innenseite angeröstete Burger Buns nehmen die Feuchtigkeit und Flüssigkeit, die sich beim Cheeseburger Zusammenbauen ergibt, nicht ganz so schnell auf. Und es gibt nichts Widerlicheres als wenn ein schön zusammen gebauter Cheeseburger nach zwei Bissen zu einem Pampe-Haufen wird. Weil sich das weiche Burger Bun mit dem Fleischsaft oder den Soßen zu einem weichen Klumpen vereint.

Kein Cheeseburger aber auch sehr lecker: Der Surf’n’Turf Burger

Welche Soßen kommen auf den Burger?

Ich stehe ja total auf den Basis-Burger-Saucen-Mix von meinem Kameramann: 40 Prozent selbstgemachtes Ketchup, 40 Prozent selbstgemachte Mayonnaise und 20 Prozent Senf. Das schön vermischen und ab damit auf den Burger. Wobei ich zugeben muss: Beim Cheeseburger, der sich auf dem Beitragsbild befindet habe ich mich nur einer BBQ-Sauce bedient. Weil es eben Ketchup und Mayonnaise zu den Pommes gab. Und da wolle ich auf dem Cheeseburger ein wenig Abwechslung. Um die aufgeworfene Frage zu beantworten: Ihr könnt jede Sauce nehmen die euch gerade passt.

Was unterscheidet diesen Cheeseburger nun von einem 0815-Cheeseburger?

Stimmt, bisher noch gar nichts. Aber wir braten uns Frühstücksspeck an. Und geben Salat sowie Tomaten und Essiggurken dazu. Und Zwiebeln. Das ist dann eigentlich ein Cheeseburger im BLT-Style. Das steht für Bacon, Lettuce & Tomatoes. Also ein Cheeseburger mit Speck, Salat und Tomate.

Welche Beilagen passen zum Cheeseburger?

Dumme Frage, aber ich möchte euch natürlich gerne auf die Beiträge zu selbstgemachten Pommes und noch besser zu den Pommes Chips verweisen. Letztere müsst ihr echt mal ausprobieren. Mal was anderes und vor allem sehr sexy fürs Auge – das ja auch bei einem Cheeseburger mit isst.

Welche weiteren Varianten gibt es noch?

Unendlich viele. Manche werden nun schreien: Das ist doch dann kein Cheeseburger, wenn du noch Jalapeños oder Brombeeren oder was weiß ich alles auf deinen Cheeseburger gibt. Das stimmt. Es ist dann eine von vielen Extended Cheeseburger Versions. Aber der Cheeseburger, ist nach seinem kleinen Bruder, dem Hamburger, die Grundlage für 99 Prozent aller Burger auf dieser Welt.

Wer mal etwas anderes probieren möchte kann sich an diesen Shepherd’s Burger wagen…

Welche weiteren Burger Rezepte kannst du empfehlen?

Tja, ein paar haben wir in diesem Magazin schon kreiert. So wie den Herbst-Burger, den Surf & Turf Burger, Bavarian Bratwurst Bacon Burger oder den Shepherd’s Burger. Ihr findet diese alle in der Burger-Ecke in diesem Magazin.

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Cheeseburger grillen: Der Guide - Antworten auf alle Fragen

Vorbereitungszeit5 Min.
Zubereitungszeit15 Min.
Arbeitszeit20 Min.
Gericht: Hauptgericht
Land & Region: Amerikanisch
Portionen: 2 Portionen

Zutaten

  • 400 g Rinderhack
  • 2 Burger Brötchen
  • 6 Scheiben Frühstücksspeck
  • 2 Scheiben Cheddar
  • 2 Essiggurken
  • 1 Zwiebel
  • 4 Blätter Salat
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Pfeffer
  • 1 EL Sonnenblumenöl
  • Burger Sauce (nach Wahl)

Anleitungen

  • Das Hackfleisch mit Salz und Pfeffer würzen.
  • Zu Burger Patties mit je 200 g Gewicht formen (entweder mit den Händen oder einer Burgerpresse).
  • Den Grill auf 220 Grad einregeln.
  • Die Burger Patties auf beiden Seiten leicht mit Sonnenblumenöl einpinseln.
  • Von einer Seite grillen, bis an der Oberfläche Fleischsaft austritt.
  • Das Burger Patty wenden und die Käsescheibe darauf legen.
  • Bis zur gewünschten Kerntemperatur garen (56-60 Grad für medium, ab 65 Grad durchgegart). Währenddessen den Frühstücksspeck kross grillen.
  • Kurz bevor die Burger Patties vom Grill kommen die Burger Buns auf der Innenseite leicht anrösten.
  • Den Burger mit den klein geschnittenen Zutaten belegen und servieren.

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