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Beilagen zu gutem Fleisch vom Grill – leckere Ideen

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Für viele Grillfans steht nicht zur Diskussion, dass gutes Fleisch der wichtigste Bestandteil jeder Grill-Session ist. Da möchte ich auch gar nicht unbedingt widersprechen – wenn es natürlich auch ausreichend fantastische vegetarische Grillrezepte gibt, die Fleisch sowie Fisch nicht unbedingt vermissen lassen. Doch bleiben wir beim Fleisch. Hier ist zumindest die Frage berechtigt: Wird das Fleisch nicht umso leckerer und spannender, wenn es von einem bunten Drumherum auf dem Teller begleitet wird? Entfalten sich die Grillaromen nicht umso besser, wenn die Zunge geschmacklich auf Abwechslung trifft? Ich denke schon. Deshalb soll es im Folgenden um die, unserer Meinung nach, besten Beilagen zu gutem Fleisch vom Grill gehen.

Die Begleitung auf dem Grill: Gemüse

Manche Beilagen zu Grillfleisch stammen nicht unbedingt vom Grill, sondern können etwa auch Stunden im Voraus in Ruhe in der Küche zubereitet werden. Mit frischem Gemüse sieht es anders aus. Das eignet sich nämlich in vielen Fällen hervorragend, um es auf dem Grill zusammen mit dem Fleisch frisch und kurz vor dem Verzehr zuzubereiten.

  • Fast jedes Gemüse lässt sich recht simpel auf den Rost legen und bekommt schnell eine dunkle, leckere Kruste und das typische Grillaroma. Besonders geeignet sind Tomaten, Paprika, Zucchini und Aubergine, aber auch Zwiebeln, Karotten, Blumenkohl und Brokkoli lassen sich gut grillen. All dieses Gemüse schmeckt am besten mit einer Marinade. Ich empfehle die mediterrane Variante, die simpel, aber schmackhaft ist: Einfach Knoblauch, Thymian, Rosmarin, Olivenöl und Balsamico auf das Gemüse geben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  • Ganz typisch und bei fast allen Grillfans beliebt sind Maiskolben. Gerade bei amerikanischen BBQs dürfen die goldenen Kolben mit ihrer Süße nicht fehlen. Vor allem zu Geflügel passen sie besonders gut. Praktisch auch: Maiskolben lassen sich bei Bedarf simpel zubereiten. Einfach etwas Kräuterbutter darauf verteilen und auf einem Holzspieß auf den Grill legen und ab und an etwas drehen. Wenn es dagegen ein bisschen spannender sein soll, empfehlen sich etwas Olivenöl, Räucherpaprikagewürz, Chiliflocken und frische Limette über den Kolben. Wer sie einmal so hatte, will sie nicht mehr anders, versprochen!
  • Nicht nur in der Pfanne, sondern ebenfalls auf dem Grill gelingen auch Champignons besonders gut. Hier aber mit einer Besonderheit, nämlich gefüllt mit Frischkäse oder einer Paste aus Öl, Zwiebeln, Salz und Pfeffer, über die frisch gehobelter Käse gestreut wird. Damit die Pilze nicht in den Grill auslaufen, sollten sie unbedingt in einer Aluschale liegen oder gar in kleinen Paketen eingewickelt in Alufolie gegrillt werden.

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Der Klassiker schlechthin: Salate

Bei einer durchdachten Grillsession dürfen Salate eigentlich nicht fehlen. Als frische Ergänzung zum deftigen Fleisch sind sie eine willkommene Abwechslung im Mund. Außerdem machen sie auf dem Teller meistens etwas her. Da das Auge ja bekanntlich mitisst, sollte auch dieser Punkt nicht unterschätzt werden. Doch bei einem klassischen und einfachen grünen Salat muss es natürlich nicht bleiben.

  • Besonders frisch und lecker im Sommer ist ein Salat mit Zucchini und Cantaloupe-Melone. Hierfür werden eine halbe Zucchini und eine Cantaloupe-Melone sowie eine halbe Schlangengurke und zwei eingelegte, milde rote Peperoni benötigt. All diese Zutaten werden gewürfelt und in einer Schüssel mit Zitronensaft vermischt. Ein Dressing aus Naturjoghurt, Olivenöl, Zitronensaft, gehackten Kräutern, Salz und Pfeffer wird kurz vor dem Servieren frisch darüber geträufelt.
  • Eine etwas sättigerende Variante des Salats zum Grillen ist der altbekannte Nudelsalat. Wer den mal nicht typisch deutsch mit Mayonnaise, Erbsen, Mais & Co., sondern etwas feiner zubereiten möchte, kann eine italienische Variante probieren. Hier besteht das Dressing aus hellem Balsamico-Essig, ordentlich Olivenöl, Salz sowie Pfeffer und etwas Zucker. Mit zur Pasta der Wahl kommen außerdem:
  • Zwiebeln
  • Knoblauchzehen
  • Kirschtomaten
  • Getrocknete Tomaten
  • Kalamata-Oliven (ohne Stein)
  • Mozzarella
  • Rucola
  • Frischer Oregano und frisches Basilikum
  • Parmesan

Ein schöner Nebeneffekt des italienischen Nudelsalats: Hierzu passt nicht nur Bier, was meistens zum Grillen serviert wird. Denn Pasta in jeglicher Form lässt sich wunderbar mit Wein kombinieren. Der perfekte Begleiter ist vor allem von der Soße abhängig. Ein Chianti beispielsweise eignet sich besonders gut, um ihn mit Tomatensoßen und Gemüse zu kombinieren. Auch zum italienischen Nudelsalat dürfte er eine leckere Wahl sein.

Die vielfältigen Knollen: Kartoffeln

Was das Bier unter den Grillgetränken ist, dürfte die Kartoffel unter den Grillbeilagen der Deutschen sein – ein sogenannter „No-Brainer“. Sprich: Kartoffel und Grill passen einfach zusammen. Das kann ich nur bestätigen. Vor allem, weil es eben so viele Möglichkeiten gibt, Kartoffeln lecker auf dem Grill zuzubereiten. Unsere Top 3 – nein, die Folienkartoffel ist tatsächlich nicht vorhanden – sieht folgendermaßen aus:

Top 3: Süßkartoffelscheiben

Die Süßkartoffel ist nicht nur eine leckere Alternative zur herkömmlichen Kartoffel, mit ihrem hohen Gehalt an Vitamin A und Beta-Karotin ist sie auch unglaublich gesund. Auf den Grill passt sie am besten in nicht mehr als fingerdicke Scheiben geschnitten und von beiden Seiten mit Olivenöl bestrichen.

Anschließend werden die Süßkartoffelscheiben pro Seite bei einer Grilltemperatur von 150-170 Grad eine knappe halbe Stunde gegrillt. Sind die Scheiben mit einer Gabel leicht einzustechen, dürften sie gut sein. Nachdem sie vom Grill genommen wurden, können sie schließlich noch durch eine vorgefertigte Marinade aus intensivem Olivenöl, Limette, Petersilie und Salz gezogen werden.

Top 2: Selbstgemachte Pommes

Pommes aus dem Tiefkühler haben beim hochwertigen Grillen nichts verloren. Stattdessen macht man Pommes einfach selbst, indem man Kartoffeln in beliebig dicke Streifen schneidet (gerne auch mit Schale) und sie dann in einer Schüssel mit Olivenöl, Salz und, je nach Geschmack, mit Paprika-Gewürz oder Räucherpaprika und Chili würzt.

Damit sie auf dem Grill genauso gut werden, wie im Ofen, empfiehlt sich eine Grillpfanne. Wer eine solche noch nicht hat: Sie lohnt sich nicht nur, weil in ihr Pommes am besten gelingen, sondern weil bei Bedarf auch Gemüse und sogar Fleisch besonders fettarm gegrillt werden kann.

In der Grillpfanne brauchen die Pommes in der Regel nicht länger als eine halbe Stunde, um die typische goldbraune Kruste zu bekommen. Einfach mal ausprobieren und staunen, wie knackig und lecker sie werden.

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Top 1: Spiralkartoffeln am Spieß

Unsere ungeschlagene Nummer 1 der Kartoffelbeilagen vom Grill bleiben jedoch die Spiralkartoffeln am Spieß. Man findet sie immer wieder auch unter den Namen Tornado-Kartoffeln, Twist-Kartoffeln oder Tornado-Pommes. Letztlich handelt es sich dabei einfach um Kartoffeln, die spiralförmig geschält und auf einem Spieß aufgedreht gegrillt werden.

Am besten gelingen sie, wenn die Kartoffeln gewaschen und dann mittig auf einen Edelstahlspieß gesteckt werden. Anschließend kann man anfangen, sie an einer Seite spiralförmig mit einem scharfen Messer aufzuschneiden. Nach ein, zwei Kartoffeln sollte man spätestens genug Übung haben, dass beim vorsichtigen Auseinanderziehen der Knolle auf dem Spieß eine hübsche Spirale entstehen.

Diese Spiralen können dann einfach mit etwas Bratöl und gewünschten Gewürzen bestreut werden. Der Grill sollte auf etwa 200 Grad indirekter Hitze eingestellt sein. Die Spiralkartoffeln werden dann etwa 45 Minuten brauchen, bis sie außen durch eine schöne Kruste umrandet werden. Diese Beilage macht nicht nur einiges her, hier macht das Essen vom Spieß auch besonders viel Spaß!

Das Nasch-Duo: Brot und Dips

Neben Gemüse, Salat und Kartoffeln darf zu gutem Fleisch auch Brot bei keinem rundum gut durchdachten Grillmenü fehlen. Statt das Weißbrot vom Bäcker nebenan oder das Tiefkühl-Kräuterbaguette auf den Grill zu werfen, empfehle ich Stockbrot zum Grillen selbst zu machen und dazu einige ebenfalls selbstgemachte Dips zu reichen. Diese verfeinern natürlich nicht nur das Stockbrot, sondern auch Fleisch und Beilagen.

Das Stockbrot

Besonders lecker und luftig wird Stockbrot, wenn der Teig mit Hefe zubereitet wird. Das Rezept hierfür ist nicht sonderlich kompliziert, allerdings braucht das Brot bei der Zubereitung so mindestens eine dreiviertel Stunde länger, weil der Teig natürlich gehen muss.

Die Dips

Zwei Dips dürfen meiner Meinung nach zu gutem Fleisch mit diversen Beilagen nicht fehlen: Die selbstgemachte BBQ Soße und der Tsatsiki.

Für BBQ-Soßen gibt es etliche unterschiedliche Rezepte. Essenzielle Bestandteile sind in jedem Fall Knoblauch, geschälte Tomaten, Tomatenmark, heller Zuckersirup, Apfelessig und Worcestershiresauce. Hinzu kommen dann oft noch Honig, Lorbeerblatt sowie Gewürze, wie gemahlener Kreuzkümmel, Chilipulver, Salz und Pfeffer. Das alles wird eingekocht und anschließend mehrere Stunden im Kühlschrank ziehen gelassen. Nicht immer gelingt die BBQ-Soße sofort, wer aber einmal den Dreh raushat, will keine fertige mehr essen.

Mit Tsatsiki verhält es sich ähnlich – wobei diesen Dip die meisten vermutlich sowieso immer selbst machen. Für simplen Tsatsiki braucht es nur eine halbe Salatgurke, rund 500 g griechischen Joghurt, ein bis zwei EL Olivenöl und reichlich Knoblauch, Salz und Pfeffer. Zuerst werden Joghurt und Olivenöl verrührt, anschließend kommen die geraspelte Salatgurke und der gepresste Knoblauch mitsamt den Gewürzen hinzu. Jetzt muss nur noch genossen werden!

Bildercredits:

Abbildung 1: Adobe Stock © karepa #190405527
Abbildung 2: Adobe Stock © Floydine #53044213
Abbildung 3: Adobe Stock © AlekseyKa #151809645

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