Bayerischer Apfelstrudel

Bayerischer Apfelstrudel – Mit „ausgezogenem“ Strudelteig

Der Apfelstrudel ist eine beliebte Süßspeise, die sowohl als Hautspeise aber auch als Nachspeise gegessen wird. Aber Apfelstrudel ist nicht gleich Apfelstrudel. Schon alleine was den Teig betrifft. Hier gibt es Varianten mit Blätterteig, Quark- oder Hefeteig und natürlich mit dem klassischen Strudelteig. Auch die Apfelfüllung variiert. Mit Zimt oder ohne, mit Nüssen oder Semmelbrösel. Der Berühmteste ist wohl der Wiener Apfelstrudel. Aber auch in Bayern gibt es eine leckere Strudelart. Bayerischer Apfelstrudel unterscheidet sich allerdings etwas von allen anderen Strudelarten.

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Bayerischer Apfelstrudel mit klassischem Strudelteig

Wie oben schon erwähnt, gibt es verschiedene Teigarten für den Apfelstrudel. Vom Blätterteig bis zum Hefeteig. Doch meistens wird ein Strudelteig verwendet, wie auch fürs Rezept „Bayerischer Apfelstrudel“. Da der Strudelteig für die Zubereitung von Apfelstrudel „gezogen“ wird ist es wichtig, dass er eine geschmeidige und elastische Konsistenz aufweist. Das gelingt beispielsweise mit dem richtigen Mehl, am besten Typ 550. Auch die Verwendung von neutralem Speiseöl hat einen positiven Einfluss auf den Teig. Auch etwas Essig soll ihn ziehfähiger machen, das muss aber nicht unbedingt sein.

Und ganz wichtig – der Strudelteig braucht Wärme!

Um den Strudelteig gut verarbeiten zu können und um ihn besser ziehen zu können, benötigt dieser neben Öl oder dem richtigem Mehl, Wärme. Hierfür lässt man den Teig unter einer erhitzen Schüssel oder einem Topf ruhen. Erfahrene Hausfrauen und -männer wissen, dass man durch einen Strudelteig eine Zeitung lesen kann. Auch Bayerischer Apfelstrudel wird aus solch dünnen Teigblättern gerollt.

Bayerischer Apfelstrudel gelingt mit jeder Apfelsorte

Grundsätzlich passt hier jede Apfelsorte. Es heißt zwar ganz allgemein, dass der Apfel etwas säuerlich und mehlig sein sollte, aber was dies anbelangt, driften die Meinungen weit auseinander. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Bayrischer Apfelstrudel mit jeder Apfelsorte gelingt. Zudem bieten sich auch Äpfel an, die eventuell der Garten hergibt. Diese Äpfel zu Apfelstrudel zu verarbeiten ist gerade dann DIE Gelegenheit. Sollten die Äpfel sehr saftig sein, empfiehlt es sich, etwas Nüsse oder Semmelbrösel in die Apfelfüllung zu geben. Diese saugen den Saft auf. Und wenn die Äpfel nicht so saftig sind hilft ein kräftiger Schuss Apfelsaft oder Rum.

Bayerischer Apfelstrudel mit oder ohne Rosinen und Nüsse – Geschmackssache!

Bei der Füllung gibt es auch unterschiedliche Varianten. Neben dem „Saft saugen“ der Äpfel durch die Nüsse, bringen diese, ob Hasel oder Walnuss, natürlich Geschmack und etwas mehr Biss in die Apfelstrudelfüllung. Ebenso gibt es Rezepte mit Saurer Sahne, die unter die Äpfel gehoben wird. Und nicht zu vergessen den Zimt und die Rosinen, welche der Bayrische Apfelstrudel in seiner Füllung enthält. Wer keine Rosinen mag, der kann diese natürlich weglassen.

Wie wird Bayerischer Apfelstrudel gebacken?

Bayerischer Apfelstrudel gelingt klassisch in einer Reine im Back- oder Holzofen bei Ober- und Unterhitze. Hier wird kein Deckel benötigt. Anders als bei der Zubereitung im Dutch Oven. Hier steht der Dutch Oven auf Briketts und für die Oberhitze werden ebenfalls Briketts auf den Deckel gelegt. Der Sahne-Milch-Aufguss verhindert hier ein Anbrennen des Teiges am Boden.

Bayerischer Apfelstrudel mit Aufguss

Eine weitere Besonderheit fürs Rezept „Bayerischer Apfelstrudel“ ist der Aufguss mit Milch und Sahne. Der Strudel wird, wie bereits erwähnt, in Flüssigkeit gebacken, saugt diese teilweise auf und macht ihn dadurch saftig. Milch und Sahne dicken an und bilden gleichzeitig eine feine Soße.

Wie wird Bayerischer Apfelstrudel serviert?

Der klassische Apfelstrudel wird meist mit Vanillesoße, Schlagsahne oder Vanilleeis serviert. Bayerischer Apfelstrudel enthält bereits seine Soße, und zwar durch den Milch-Sahne-Aufguss, wie bereits beschrieben. So wird er einfach nur noch mit Puderzucker bestäubt und kann sowohl heiß als auch erkaltet serviert werden.

Bayerischer Apfelstrudel
Bayerischer Apfelstrudel – Mit „ausgezogenem“ Strudelteig
Yum
Portionen Vorbereitung
5 Personen 50 Minuten
Kochzeit
45 Minuten
Portionen Vorbereitung
5 Personen 50 Minuten
Kochzeit
45 Minuten
Bayerischer Apfelstrudel
Bayerischer Apfelstrudel – Mit „ausgezogenem“ Strudelteig
Yum
Portionen Vorbereitung
5 Personen 50 Minuten
Kochzeit
45 Minuten
Portionen Vorbereitung
5 Personen 50 Minuten
Kochzeit
45 Minuten
Zutaten
Strudelteig
  • 250 g Mehl Typ 550
  • 125 ml Wasser
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz
  • 1 TL Sonnenblumenöl
Apfelfüllung
  • 750 g Äpfel
  • 50 g Rosinen
  • 1 Schuss Rum
  • 1/2 Zitrone Saft
  • 1 TL Zimt
  • 3 EL Zucker
Aufguss zum Backen
  • 125 ml Milch
  • 200 ml Sahne
  • 3 EL Butter
  • 1 EL Zucker
Portionen: Personen
Anleitungen
Strudelteig
  1. Mehl und Salz in eine Schüssel geben und eine Mulde formen.
  2. Wasser und Ei verquirlen und unter Rühren nach und nach in die Mulde gießen bis ein glatter Teig entsteht.
  3. Den Teig mit dem Sonnenblumenöl einreiben und abgedeckt an einem warmen Ort ruhen lassen.
Apfelfüllung
  1. Die Äpfel in eine Schüssel geben und den Zitronensaft hineingießen und Zimt und Zucker vorsichtig unterheben.
  2. Den Rum auf die Rosinen gießen und ein paar Minuten durchziehen lassen. (Auch über Nacht)
  3. Die Rum-Rosinen zu den Äpfeln geben und unterheben.
Teig ausrollen und füllen
  1. Ein Geschirrtuch auf einer Arbeitsfläche auslegen und mit Mehl bestäuben.
  2. Den Teig in zwei Hälften teilen und eine Kugel aufs bemehlte Geschirrtuch legen und mit einem Nudelholz etwas ausrollen.
  3. Anschließend wird der Teig von Hand auseinander gezogen und in eine rechteckige Form gebracht. Dies gelingt am besten auf den Handrücken. Der Teig sollte so dünn gezogen werden, dass er durchscheinend wird aber nicht reißt.
  4. Nun wird die Hälfte der Apfelfüllung auf den Teig gegeben. Die Ränder rechts und links sollten dabei zirka 3 Zentimeter frei bleiben. Ebenso 1/3 zum oberen Ende hin sollte frei von Äpfeln sein.
  5. Anschließend werden die Seiten rechts und links eingeschlagen.
  6. Jetzt hebt man das Geschirrtuch am unteren Ende an und rollt den Teig mit Hilfe des Tuchs zusammen.
  7. Mit der anderen Teighälfte genau so vorgehen.
Backen
  1. Eine Reine mit 1 EL Butter ausstreichen oder hinein schmelzen lassen.
  2. Milch, Zucker und Sahne dazugeben und miteinander verrühren.
  3. Die beiden Strudel vorsichtig hineingleiten lassen. (Kanten nach unten)
  4. Die restliche Butter als Flocken auf die Strudel setzen und bei 190 Grad zirka 45-50 Minuten backen.

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